Bauernregel Sonnabend 19. Januar 2008
Mauskätzchen
„Mauskätzchen; wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Sie trippeln und trappeln
In Kisten und Schränken,
Auf Tischen und Bänken;
Sie stehlen und naschen
Und will man sie haschen:
Wupp! sind sie fort!“
„Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn ich
Ein Tänzchen mit allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz’ ich,
Dann schleich’ ich,
Dann nah’ ich,
Dann weich’ ich,
Dann leg’ ich mich nieder,
Dann heb’ ich micht wieder,
Dann schwing’ ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen,
Wupp! sind sie da!
Sie tanzen im Kreise
Auf närrische Weise,
Hopp heiße! so munter
Hinauf und herunter.
Dann fass’ ich beim Ohr sie,
Dann werf’ ich empor sie;
Und fallen sie nieder,
Dann fang’ ich sie wieder.
Und will dann die Maus doch
Nun endlich ins Mausloch -
Wupp! beiß’ ich sie tot!“
Quellenangabe
Name
Wert
author
Projekt Gutenberg-DE
type
poem
booktitle
Meine schönsten Gute-Nacht-Geschichten
title
Mauskätzchen
author
Fallersleben, Hoffmann v.
publisher
Herrenberger, München
sender
johana_johns@exterritorial.de
pfad
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Mauskätzchen
„Mauskätzchen; wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Sie trippeln und trappeln
In Kisten und Schränken,
Auf Tischen und Bänken;
Sie stehlen und naschen
Und will man sie haschen:
Wupp! sind sie fort!“
„Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn ich
Ein Tänzchen mit allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz’ ich,
Dann schleich’ ich,
Dann nah’ ich,
Dann weich’ ich,
Dann leg’ ich mich nieder,
Dann heb’ ich micht wieder,
Dann schwing’ ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen,
Wupp! sind sie da!
Sie tanzen im Kreise
Auf närrische Weise,
Hopp heiße! so munter
Hinauf und herunter.
Dann fass’ ich beim Ohr sie,
Dann werf’ ich empor sie;
Und fallen sie nieder,
Dann fang’ ich sie wieder.
Und will dann die Maus doch
Nun endlich ins Mausloch -
Wupp! beiß’ ich sie tot!“
| Quellenangabe | |
| Name | Wert |
| author | Projekt Gutenberg-DE |
| type | poem |
| booktitle | Meine schönsten Gute-Nacht-Geschichten |
| title | Mauskätzchen |
| author | Fallersleben, Hoffmann v. |
| publisher | Herrenberger, München |
| sender | johana_johns@exterritorial.de |
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Der Chancellor
XLVIII.
– Während dieses Tages derselbe Himmel, dieselbe Temperatur, und auch die Nacht kommt heran, ohne eine Aenderung in diesem Zustande herbei zu führen. Nicht einige Stunden habe ich schlafen können.
Gegen Morgen höre ich Zornesrufe an Bord.
Die Herren Letourneur und Miß Herbey, die mit mir unter demselben Zeltdache verweilen, erheben sich. Ich schlage die Leinwand zurück und sehe nach, was vorgeht.
Der Hochbootsmann, Daoulas und die anderen Matrosen sind in furchtbarer Aufregung. Robert Kurtis, der im Hintertheile sitzt, springt auf und sucht Jene, nachdem er sich nach der Ursache ihres Zornes erkundigt hat, zu beruhigen.
»Nein! Nein! Wir müssen wissen, wer uns das angethan hat, ruft Daoulas und schleudert wilde Blicke um sich herum.
– Ja, fällt der Hochbootsmann ein, es ist ein Dieb hier, da unsere Ueberbleibsel verschwunden sind.
– Ich war es nicht! – Ich auch nicht!« antworten die Matrosen Einer nach dem Anderen.
Ich sehe die Unglücklichen alle Ecken durchsuchen, die Segel aufheben, die Planken der Plateform verschieben. Ihre Wuth wächst nur, je länger sie vergeblich suchen.
Der Hochbootsmann kommt auf mich zu.
»Sie müssen den Dieb kennen, sagt er.
– Den Dieb von was? Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen,« habe ich ihm geantwortet.
Daoulas und einige andere Matrosen nähern sich.
»Wir haben das ganze Floß durchwühlt, sagt Daoulas, jetzt ist nur noch dieses Zelt zu untersuchen…
– Niemand von uns hat dieses Zelt verlassen, Daoulas.
– Wir müssen nachsehen.
– Nein, laßt die in Ruhe, welche nahe daran sind, vor Hunger zu sterben!
– Mr. Kazallon, sagt der Hochbootsmann in ruhigem Tone zu mir, wir beschuldigen Sie nicht… wenn Einer von Ihnen sich seinen Theil genommen hätte, den er gestern verschmähte, so wäre das ja sein Recht. Aber Alles ist abhanden gekommen, Alles, Sie verstehen mich!
– Untersuchen wir das Zelt!« ruft Sandon.
Die Matrosen dringen vor, und ich vermag den Unglücklichen, die der Zorn verblendet, nicht zu wehren. Eine schreckliche Furcht erfaßt mich… sollte Mr. Letourneur nicht für sich, doch für seinen Sohn das vielleicht gethan haben?… Wenn es der Fall ist, werden diese Furien ihn zerreißen.
Ich sehe Robert Kurtis an, wie um von ihm Schutz zu erbitten, und der Kapitän stellt sich an meine Seite. Er hält beide Hände in den Taschen, doch vermuthe ich, daß er darin eine Waffe habe.
Inzwischen haben Miß Herbey und die Herren Letourneur auf Anordnung des Hochbootsmannes das Zelt verlassen müssen, das man bis in die geheimsten Winkel durchsucht – doch zum Glück vergebens.
Offenbar sind die Reste Hobbart’s, da man sie nirgends findet, in’s Meer geworfen worden.
Der Hochbootsmann, der Zimmermann und die Matrosen überlassen sich der wüthendsten Verzweiflung.
Doch wer hat das gethan? Ich sehe Miß Herbey an, Mr. Letourneur, und ihre Blicke antworten mir, daß sie es nicht sind.
Meine Augen schweifen zu André, der einen Moment den Kopf wegwendet.
| Quellenangabe | |
| Name | Wert |
| type | fiction |
| author | Jules Verne |
| booktitle | Der Chancellor |
| title | Der Chancellor |
| publisher | A. Hartleben’s Verlag. |
| series | Collection Verne |
| volume | Band 21 |
| printrun | Vierte Auflage |
| corrector | reuters@abc.de |
| sender | www.gaga.net |
| projectid | 6d594f91 |
| created | 20070401 |
| pfad | /verne/chancell/chancell.xml |

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